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20. Dezember 2018
Schwellenwert für elektronische Dienstleistungen an Nichtunternehmer

Erbringt ein deutscher Unternehmer auf elektronischem Wege erbrachte sonstige Leistungen an Nichtunternehmer im Ausland,
so unterliegt diese Dienstleistung grundsätzlich im Ansässigkeitsstaat des Leistungsempfängers der Mehrwertsteuer dieses Landes.
Ab dem 01.01.2019 erfolgt eine Erleichterung für kleine Unternehmer. Solange derartige Dienstleistungen den Schwellenwert von 10.000 Euro (netto) nicht übersteigen, darf der deutsche Unternehmer die Dienstleistungen in der inländischen Umsatzsteuererklärung erfassen und hat dafür keine Umsatzsteuerpflichten (mehr) im Ausland.

Als auf elektronischem Wege erbrachte Dienstleistungen gelten solche Leistungen, die im Wesentlichen automatisiert und nur mit minimaler menschlicher Beteiligung erbracht werden und ohne Informationstechnologie nicht möglich wären. Insbesondere z. B. Bereitstellung von Websites, Webhosting, Fernwartungen, Bereitstellung von Software und deren Aktualisierung, Bereitstellung von Datenbanken, Musik, Filmen, Spielen etc., von audio- und audiovisuellen Inhalten über Kommunikationsnetze, Erbringung von Fernunterrichtsleistungen usw.
Nicht darunter fallen solche Dienstleistungen, die lediglich elektronisch bestellt wurden oder für die das Internet nur als Kommunikationsmittel dient.

Claus Dreher
Steuerberater
cdreher@dierkes-partner.de
Telefon +49 - (0)40 - 36156 - 162